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Geheimnisvolle Tiefseebewohner

Unüberschaubare Weiten und unergründliche Tiefen – von jeher üben die Weltmeere eine unheimliche Faszination auf die Menschen aus. Beinahe zwei Drittel unserer Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Wir zeigen Ihnen einige der spannendsten Bewohner des größten Lebensraums unserer Erde.

Fremdartig und ein wenig furchteinflößend wirken viele Meeresbewohner auf uns. Da gibt es durchsichtige Gespensterfische, hochgiftige Quallen und Würmer, die in der schwärzesten Finsternis in den buntesten Farben schillern und großmäulige Räuber, die mit körpereigenen Angeln Jagd auf ihre Beute machen.

Nirgends auf der Erde gibt es eine solche Artenvielfalt wie in den Ozeanen. Wissenschaftler vermuten, dass dort etwa eine Million Pflanzen und Tiere leben. Zwei Drittel aller Lebewesen im Meer gelten allerdings bisher als unbekannt. Beschrieben wurden bisher etwa 226.000.

Plankton ist die Grundlage der maritimen Nahrungskette

Sie leben in der sogenannten Freiwasserzone der Meere, der Fachausdruck dafür ist Pelagial. Die Bewohner des Pelagial unterteilen sich in Plankton, Nekton, Neuston und Pleuston. Der oberste Bereich des Pelagial bis etwa 200 Meter Tiefe ist lichtdurchflutet. Hier, im oberflächennahen Epipelagial findet sich das größte Artenreichtum.

Das liegt vor allem am Plankton, der größten Menge an Biomasse, die sich im Meer findet. So wird die Gesamtheit der im freien Wasser schwebenden Organismen mit fehlender und geringer Eigenbewegung genannt. Plankton ist die Grundlage der maritimen Nahrungskette.

Ab 200 Metern beginnt die Tiefsee

Große Tiere mit starker Eigenbewegung wie Fische, Krebse, Tintenfische und Meeressäugetiere werden unter der Bezeichnung Nekton zusammengefasst. Die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die in einer dünnen Schicht direkt unter der Wasseroberfläche leben, bezeichnet der Begriff Neuston. Pleuston nennt man die an der Wasseroberfläche treibenden größeren Lebewesen. Typische Vertreter sind beispielsweise die Portugiesische Galeere und der Wasserläufer.

Unterhalb von 200 Metern Tiefe, im Mesopelagial nimmt das Sonnenlicht stark ab. Hier muss das Leben ohne Licht und Photosynthese auskommen. Die Tiefsee beginnt. Sie macht etwa 88 Prozent der Ozeane aus. Für Nahrung sorgt vor allem organisches Material, das aus der höheren Schicht herabgesunken ist. Korallen, Tiefseekrabben und der Seeteufel fühlen sich hier wohl.

Hochspezialisierte Lebewesen am Meeresgrund

Je tiefer, umso lebensfeindlicher wird die Umgebung: Im Bathypelagial zwischen 1000 und 4000 Metern Meerestiefe liegt die Temperatur nur noch bei etwa zwei bis vier Grad. Der Druck beträgt etwa 400 bar. Da das Sonnenlicht komplett fehlt, erzeugen viele Fische und Bakterien Licht durch Biolumineszenz, zum Beispiel Quallen und Würmer. Kalmare, Kraken, Seesterne und große Wale leben hier ebenfalls.

Am Meeresgrund überleben nur hochspezialisierte Lebewesen: Bakterien, Würmer und Krebse, unzählige Einzeller. Die Temperatur ist nahe am Gefrierpunkt. Die tiefste Stelle der Weltmeere ist der Marianengraben im westlichen Pazifischen Ozean mit etwa 11.000 Metern. Hier herrscht ein Druck von etwa 1.000 bar. Für Menschen unmöglich auszuhalten. Tauchrobotern verdanken wir es, dass wir trotzdem Bilder von den faszinierenden Bewohnern dieser Tiefen bewundern können.

Lernen Sie mit uns die spannendsten Meeresbewohner kennen

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