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Multitalent Kürbis – rundum sympathisch

Kürbis: Ob ganz klein oder riesig, die größte Beere der Welt ist äußerst vielseitig. Mehr als 800 Sorten sind bekannt, viele davon äußerst schmackhaft. Gesund und dekorativ zudem, leicht im Anbau und anspruchslos in der Lagerung – einfach ein sympathisches Multitalent.

Die Ursprünge der Panzerbeere

Ja, richtig gelesen: Kürbisse gehören botanisch gesehen tatsächlich zu den Beeren. Die Frucht geht aus einem einzigen Fruchtknoten hervor, bei der die komplette Fruchtwand auch nach der Reife saftig und fleischig ist. Ist die Außenschicht hart und ledrig wie beim Kürbis, spricht man von einer Panzerbeere.

Ursprünglich kommen die Kürbisse aus Mittel- und Südamerika, dort gehören sie seit 10.000 Jahren zu den Grundnahrungsmitteln. Angeblich hat Christoph Kolumbus von seiner Amerikareise den ersten Kürbis mit nach Europa gebracht. Seit dem 16. Jahrhundert jedenfalls ist er in Asien und Europa bekannt. Hierzulande wurde er lange hauptsächlich zur Ölgewinnung und als Viehfutter verwendet oder süß-sauer eingelegt. Mittlerweile wird er als vielseitig einsetzbare Speise immer beliebter.

Wie wachsen Kürbisse am besten im eigenen Garten?

Beim Anbau im eigenen Garten gilt es einiges zu beachten. Kälte mögen Kürbisse gar nicht. Oberste Regel deshalb: Besser die Eisheiligen Mitte Mai abwarten, bevor man mit der Aussaat beginnt. Erst wenn die Bodentemperatur mindestens 10 bis 15 Grad erreicht hat und keine Nachtfröste mehr drohen, sollten die Samen in die Erde. Die Pflanzen benötigen einen ausgesprochen sonnigen Standort, viel Platz, gut gedüngten Boden und reichlich Wasser. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens einen Meter betragen, denn sie entwickeln mitunter meterlange kriechende Triebe. Um Raum zu sparen, kann man diese im Kreis legen.

Anzahl der Früchte beschränken

Wer bei der Entwicklung von Früchten auf der sicheren Seite sein will, legt bei der Bestäubung selbst Hand an. Es gibt männliche und weibliche Blüten, nach der Bestäubung sollten die männlichen entfernt werden. Sie entziehen der Mutterpflanze nur unnötig Energie. Überhaupt kostet jeder Kürbis, der heranwächst die Mutterpflanze viel Kraft. Deshalb ist es klug, sich auf eine bestimmte Anzahl an Früchten zu beschränken. Überschüssige Exemplare sollten aus der Pflanze herausgeschnitten werden. Dazu kürzt man den gesamten Trieb auf zwei oder drei Blätter ein.

Windschutz oder das Unterlegen einer Mulch-Folie können die Reifung beschleunigen. Tipp: Die Früchte auf ein Stück Styropor oder einen flachen Stein legen. Damit vermeidet man, dass sie auf dem Boden aufliegen und eventuell faulen. Kürbisse gedeihen am besten in einem lockeren, humusreichen Boden. Deshalb werden sie oft in der Nähe oder auf dem Komposthaufen gepflanzt.

Beliebte Kürbissorten

Grob unterteilen lassen sich Kürbisse neben der rein botanischen Einstufung nach Erntezeit, Verwendungszweck und Aussehen. So finden sich Sommer- und Winterkürbisse, Zier- und Speisekürbisse,  Garten, – Riesen-, Flaschen- oder Moschuskürbisse, um nur einige zu nennen. Hier kommen unsere Favoriten bei den Speisekürbissen:

  • Hokkaido Uchiki Kuri – aus Japan, sehr aromatisch, zwei bis drei Kilo schwer, meist leuchtend orange, kann mit Schale verarbeitet werden
  • Steirischer Ölkürbis – Samen haben keine Schale und sind gut zur Speiseölgewinnung geeignet, geröstet ein leckerer Snack
  • Herkuleskeule Snake – Flaschenkürbis (Kalebasse), sehr wohlschmeckendes Fleisch, ausgefallene Kletterpflanze mit Früchten in einer Länge von bis zu zwei Metern
  • Feigenblattkürbis – hat Blätter, die der Feige ähneln, sehr robust, grün-weiß gesprenkelte ovale Früchte, sehr süßes, faseriges Fruchtfleisch, gut für Marmelade geeignet
  • Butternut – große, birnenförmige Früchte, intensiver, süßer Geschmack, viel Fruchtfleisch
  • Jack O’Lantern – beliebte Pumpkin-Sorte, gut für Suppen und perfekt für Halloween-Schnitzereien
  • Custard White – tellerförmige, weiße Früchte (Fliegende Untertasse), delikat im Geschmack
  • Aladin – auch Bischofmütze genannt, beim Wachstum bleibt der Blütensatz als Ring stehen, um den sich das Fruchtfleisch bildet
  • Zucchini – sehr beleibt im heimischen Garten, meist längliche Früchte in vielen Farben
  • Gelber Zentner – kann zwischen 10 bis 40 Kilo schwer werden, gelbliches Fruchtfleisch, lässt sich gut süß-sauer einlegen

Schädlinge und Krankheiten

Der Kürbisse größter Schrecken sind die Schnecken. Will man die Plagegeister von den jungen Pflanzen fernhalten, helfen nur Schneckenzäune und Schneckenkragen.  Auch der Einsatz von Schneckenkorn in den ersten Wochen nach dem Pflanzen kann notwendig sein. Sind die Pflanzen schon größer, drohen häufig Pilzerkrankungen. Das Streuen von Gesteinsmehl und natürliches Düngen, beispielsweise mit Brennnesseljauche, Guano oder Hornspänen, stärkt die Pflanzen und beugt solchen Erkrankungen vor. Tritt Mehltau oder ähnliches doch einmal auf, ist eine dreijährige Anbaupause für Kürbis, Zucchini und Gurken wichtig, da die Pilzsporen im Boden überwintern können.

Ernte und Lagerung

Nach einer unterschiedlichen Reifezeit, die je nach Sorte 50 bis zu 150 Tage betragen kann, winken am Ende die ersehnten Früchte. Geerntet wird immer bei trockener Witterung. Wenn der Stiel verholzt ist, kann es losgehen. Wichtig ist ein scharfes Messer.  Klopft man auf die Schale, sollte es dumpf klingen. Reife, geerntete Früchte nach Möglichkeit noch zwei, drei Tage in der Sonne liegenlassen. Lässt man sie für zwei bis drei Wochen an einem hellen Ort bei konstant 20 Grad Celsius nachreifen, werden sie besonders vollmundig im Geschmack. In einem trockenen Raum bei etwa 10 bis 15 Grad halten sich Kürbisse oft monatelang. Der Stielansatz sollte möglichst lang sein, sonst können Fäulnisbakterien eindringen. Außerdem verlängert dies die Haltbarkeit.

Von Kuchen bis Marmelade

Kürbisse werden hauptsächlich als gekochtes, gebratenes oder gebackenes Gemüse verwendet. Schon in den Zeiten vor Kolumbus wurde das rohe Fruchtfleisch in Streifen geschnitten und so haltbar gemacht. Beliebt sind süß-sauer eingelegte Kürbishappen, Kürbissuppe und Kürbiskuchen; dieser besonders in den USA zu Thanksgiving, dem wichtigen Familienfest. Geröstete Kürbissamen geben einen köstlichen Snack ab. Außerdem gewinnt man aus ihnen das schmackhafte Kürbiskernöl. Selbst Marmelade ist möglich. Dazu Sorten mit weichem, faserigem Fruchtfleisch verwenden, wie beispielsweise den Feigenblattkürbis. Und unbedingt Zitrone hinzugeben. Das gibt Geschmack.

Gesund und macht schlank

Trotz all der Leckereien, die man aus Kürbis zubereiten kann, gilt er als Schlankmacher mit nur rund 25 Kalorien auf 100 Gramm. Er steckt voller Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine. Das Fruchtfleisch ist harntreibend, da es vor allem Wasser und Kalium enthält, aber nur wenig Natrium. Es wirkt verdauungsfördernd, entzündungshemmend, blockt freie Radikale ab und stärkt so das Immunsystem. Die starken Kerne enthalten ebenfalls viele Vitamine und Enzyme, und ganz wichtig: Phytosterine. Das ist eine Gruppe von pflanzlichen Hormonen, die Prostatabeschwerden, Blasenleiden und einem hohen Cholesterinspiegel vorbeugen können.

Spaß mit Kürbis

Kürbis ist nicht nur gesund und schmackhaft, sondern zudem äußerst unterhaltsam. Zu Halloween am 31. Oktober wird er vielerorts ausgehöhlt und als Laterne benutzt. Dafür wurde sogar eine eigene Sorte gezüchtet: Jack O’Lantern.  Kürbisweitwurf ist mittlerweile eine beliebte Sportart auf Volksfesten. Und für Superlative ist der Kürbis auch der perfekte Kandidat. Züchter überbieten sich darin, immer größere und schwerere Früchte zu züchten. Der aktuelle Weltrekordhalter wog 1190,5 Kilogramm und wurde im Oktober 2016 in Ludwigsburg gekürt. Einfach rundum sympathisch, dieses Multitalent, oder?

 

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