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Süß und knackig: Auf zur Apfelernte!

Knackig oder mehlig, süß oder doch leicht säuerlich? Die Vielfalt ist groß und die Beliebtheit dementsprechend ungebrochen: Der Deutschen liebstes Obst ist und bleibt der Apfel.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Äpfeln im Jahr 2019 bei durchschnittlich 25,5 Kilogramm. Vier von fünf Deutschen, knapp 80 Prozent, greifen laut einer Umfrage des Markforschungsinstituts SINUS hin und wieder zu dieser köstlichen Frucht. Damit wird hierzulande kein Obst häufiger verspeist.

Etwa 20 Apfelsorten im Handel erhältlich

Und die Auswahl ist riesig. Weltweit, so Schätzungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, gibt es rund 20.000 Apfelsorten. Vermutet wird, dass es sogar an die 35.000 sind, da ständig neue gezüchtet werden. Im deutschen Handel finden sich etwas 20 Sorten. Zu den beliebtesten Äpfeln im Land zählen Jonagored, Elstar, Jonagold, Braeburn, Alkmene und Gala.

Apfelernte von August bis Oktober

Jetzt im Herbst sind die Apfelliebhaber nicht allein auf den Handel angewiesen, sondern können selbst zur Tat schreiten und ihr Lieblingsobst ernten. Das Gute dabei: Nicht alle Sorten werden gleichzeitig reif. Tatsächlich gibt es Sorten, die bereits Anfang August geerntet werden können. Die späteren Sorten, die bis Ende Oktober reifen, sind dann oftmals bis in den Winter hinein lagerfähig. Wer es geschickt anstellt, kann sich also einen Apfelgarten anlegen, der über mehrere Monate permanent frische Früchte trägt. Wichtig ist allerdings, dass bis zum ersten Frost alles gepflückt ist, damit die Äpfel durch die Kälte nicht beschädigt werden.

Wetter beeinflusst den Erntezeitpunkt

Typische Sommeräpfel, die normalerweise schon im August reif sind, sind beispielsweise, Alkmene, Augustapfel, James Grieve und Grafensteiner. Im September können in der Regel Elstar, Gala, Jonagold und Jonagored geerntet werden. Fans von Braeburn, Golden Delicious und Boskop müssen sich meist bis Oktober gedulden. Selbstverständlich hat immer auch die aktuelle Wetterlage Einfluss auf den Erntezeitpunkt. Je sonniger ein Jahr ist, desto früher kommt man in der Regel in den Genuss der köstlichen Früchte.

Warten bis zur richtigen Reife

Beliebt bei den Deutschen: Jonagold. Diese Apfelsorte gibt es in mehreren Varianten. ©Friedrich Strauss

Um zu erkennen, ob die Zeit gekommen ist, den Baum abzuernten, gibt es hilfreiche Tricks. Der Apfel sollte sich bereits mit einer leichten Drehbewegung abnehmen lassen. Ist mehr Kraft notwendig, lieber noch ein par Tage hängen lassen. Auf der ganz sicheren Seite ist man, schneidet man den Apfel auf. Nur ein reifer Apfel hat leicht bräunliche Kerne; bei unreifen Früchten reicht ihre Farbe hingegen von hellgelb bis weiß. Aufgepasst: Liegt bereits Fallobst unter dem Baum, bedeutet das nicht etwa, dass die Erntezeit gekommen ist. Es kommt vor, dass ein Baum noch unreife Früchte abwirft, weil er mit der Menge an Früchten schlicht überfordert ist.

Pflück- und Genussreife

Unterschieden werden muss auch zwischen Pflück- und Genussreife. Nicht jeder Apfel kann gelagert werden. Besonders die frühen Sorten sollten mit dem Erreichen ihrer Pflückreife auch direkt verzehrt werden. Späte Sorten hingegen reifen oftmals nach und erreichen nach einiger Zeit der Lagerung ihre Genussreife. Dann erst entfalten sie ihr gesamtes Geschmackspotenzial. Dazu zählen beispielsweise Boskoop, Glockenapfel, Fuji oder Topaz.

Äpfel richtig lagern

Bei längerer Lagerung geht Feuchtigkeit verloren. Damit die Schale nicht runzelig wird, empfiehlt es sich, einen Lagerraum mit hoher Luftfeuchtigkeit zu wählen. Ideal ist eine Raumtemperatur um die 4 Grad Celsius. Die Äpfel sollten nicht übereinander liegen und sich nach Möglichkeit auch nicht berühren, da an diesen Stellen sonst Fäulnis auftreten kann. Wichtig sind ebenfalls eine ausreichende Luftzufuhr und eine regelmäßige Kontrolle, um gegebenenfalls schadhafte Früchte rechtzeitig aussortieren zu können.

Für den Garten resistente Sorten wählen

Für den eigenen Garten empfiehlt sich die Anpflanzung solcher Sorten, die nicht so anfällig für Krankheiten sind. Dazu gehören moderne, widerstandsfähigere Züchtungen wie beispielsweise Retina, Alkmene oder Rebella. Diese Sorten sind in der Regel pflegeleicht und ertragreich. Einige der alten beliebten Sorten wie Cox Orange und Golden Delicious sind dagegen oft anfällig für Pilzerkrankungen wie Schorf, Rost oder Mehltau. Aber auch hier gibt es robustere Sorten wie beispielsweise den Boskop. Sie werden zudem von Allergikern meist besser vertragen, da sie im Gegensatz zu den neueren Sorten nicht alle aus einem ähnlichen Genpool entstanden sind. Wer die Anpflanzung eines Apfelbaums plant, sollte sich deshalb davor konkret über wichtige Faktoren wie Standort, Wuchshöhe, Anfälligkeit, Erntezeit und vor allem Geschmack genau informieren. Dann steht dem Genuss frischer Äpfel direkt aus dem heimischen Garten nichts mehr im Wege.

Entdecken Sie hier unsere Impressionen zur Apfelernte

 

Cover: ©Friedrich Strauss / 12441427

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