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Welttag des Brotes: Der köstliche Duft von frischem Brot…

Kaum etwas duftet leckerer als frisch gebackenes Brot. Auf der ganzen Welt wird schon seit Jahrtausenden Brot gebacken und seine Beliebtheit ist ungebrochen. Im Oktober wird deshalb stets der „Welttag des Brotes“ gefeiert.

Die Welt feiert das Brot

Brot ist ein wichtiges und hochwertiges Lebensmittel und ebenfalls ein wichtiges Kulturgut. Wissen und handwerkliches Können werden von Generation zu Generation weitergegeben. Im Jahr 2006 wurde der 16. Oktober zum Tag des Brotes erklärt. Dies ist eine Referenz an den Gründungstag der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen am 16. Oktober 1945 im kanadischen Québec. Die Bedeutung des Brotes für die globale Ernährung soll mit diesem internationalen Aktionstag in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt werden. Denn gleichzeitig ist der 16. Oktober auch der „Welternährungstag“ (früher „Welthungertag“).

Aktionen zum Welttag des Brotes 2020

2020 – im Jahr der globalen Corona-Krise – kann der internationale Aktionstag des Brotes wegen der weltweit geltenden Kontaktbeschränkungen nicht auf die sonst übliche Art gefeiert werden. Besonders auf Veranstaltungen mit hoher Publikumsbeteiligung muss leider verzichtet werden. Nichtsdestotrotz lassen es sich die Bäcker in der ganzen Welt nicht nehmen, an ihrem Feiertag Aufmerksamkeit auf die hohe Kunst des Brotbackens, ihre Produkte und ihr Handwerk im Allgemeinen zu lenken. So werden in vielen Bäckereien rund um die Welt besonders ausgefallene Brote eigens für diesen Tag kreiert. Neue interessante Sorten werden den Kunden präsentiert, köstlich duftende Brot-Spezialitäten oder nachhaltige, wiederverwendbare Brotbeutel an Passanten und in sozialen Einrichtungen verteilt.

Brotbacken: Jahrtausende alte Tradition

Auf der ganzen Welt gibt es verschiedenste Brot-Spezialitäten. Je nach Region unterscheiden sie sich in Herstellung und Geschmack. Schon in der Steinzeit wurden nachweisbar Hafer und Gerste zu Mehl vermahlen, mit Wasser gemischt und vermutlich gekocht oder gebacken, um das Mehl genießbar zu machen. Das Brotbacken wurde revolutioniert von der Entdeckung, wie Hefen wirken. Lässt man ungebackenen Brotteig stehen, sorgen diese dafür, dass er aufgeht, weil an der Luft Gär-Prozesse ablaufen. Diese Methode der Sauerteiggärung ist Jahrtausende alt. Andere Teige kommen ohne Gärung aus. Das Fladenbrot beispielsweise geht zurück auf die alten Ägypter und Sumerer. Sie buken es bereits im 5. Jahrtausend vor Christus. Zerstoßenes oder gemahlenes Getreide, mit Wasser vermischt, wurde auf heißem Stein zu dünnen Fladen gebacken. In Europa ist die Herstellung von Fladenbrot aus Hirse, Gerste und Weizen seit dem 3. Jahrtausend vor Christus bekannt.

Internationale Brot-Spezialitäten

Indische Naan-Brote ©StockFood

Nach diesem Vorbild werden auch heutzutage noch viele Fladenbrote gemacht, so wie das ungesäuerte türkische Fladenbrot, das traditionell immer noch ohne Hefe zubereitet und an der Wand des Backofens auf Kieselsteinen gebacken wird. Inzwischen wird vielen Fladenbroten allerdings auch Hefe beigefügt, damit sie besser aufgehen. Arabische Fladenbrote wie Chubz beispielsweise können zu einer Tasche geöffnet und gefüllt werden. Oftmals stark gewürzt sind die dünnen Brote in Indien und Pakistan wie Naan, Puri und Papadam. Injera, das weiche, gesäuerte Fladenbrot aus Teffmehl, wird traditionell in Äthiopien und Eritrea gegessen. In Italien entstand aus dem einfachen Fladenbrot wie Focaccia die Pizza. Im Alpenraum kennt man Schüttelbrot und Vinschgauer. Die Schweden sind für ihr Knäckebrot bekannt und im amerikanischen Raum sind Tortillas, die Teigfladen aus Mais- oder Weizenmehl sehr beliebt, die mit Fleisch oder Gemüse gefüllt werden.

Rezept-Ideen für Brotsalat, Brotpudding und Co.

Dieser süße Brotauflauf mit Kirschen und Mandeln nennt sich Kirsch-Opfenschlupfer. ©StockFood

Brot lässt sich aber nicht nur pur, belegt oder gefüllt genießen. Es gibt viele Rezept-Ideen für spannende andere Arten der Zubereitung. Aus in Würfeln geschnittenem Brot, es kann auch gerne schon etwas älter und ein wenig hart sein, lässt sich beispielsweise ein herzhafter Brotsalat zaubern. Die Brotwürfel werden in einer Pfanne geröstet, dazu kommen gewürfelte Tomaten und Petersilie. Ein Dressing aus Olivenöl, Balsamicoessig, Feigensenf und Salz und Pfeffer rundet alles ab. Für eine Brotsuppe zerbröselt man das Brot in kleine Stückchen und röstet es leicht an. Dazu kommen Brühe sowie Gewürze wie beispielsweise Liebstöckel, Salz und Pfeffer. Aufkochen und zum Schluss mit einem Stabmixer pürieren. Köstlich sind auch herzhafte Brotaufläufe beispielsweise mit Kürbis, Pilzen, Schinken und Käse – je nach Geschmack. Süße Früchte, Nüsse, Zucker und Schokolade eigen sich als Zutaten für süßen Brotpudding. Für die Spezialität „Arme Ritter“ werden alte Brotscheiben in eine Mischung aus Milch und Eiern getunkt, in der Pfanne ausgebacken und mit Zucker und Zimt serviert. Außerdem gibt es inzwischen viele Rezepte für raffinierte Brotkuchen.

Deutsche sind weltweit die größten Brotliebhaber

Die Deutschen gelten auf der ganzen Welt als besonders fanatische Brotliebhaber und -bäcker. Grund dafür dürfte die hohe Getreidevielfalt im Land sein. Roggen, Dinkel und Weizen werden hier vor allem verarbeitet. Tatsächlich gibt es im Land an die 3.200 verschiedene Brotsorten. Das beliebteste Brot der Deutschen ist das Mischbrot, gefolgt vom Toastbrot. An dritter Stelle liegen Brote mit diversen Körnern. Jeder Haushalt im Land konsumiert laut Bäckerinnung etwa 55 Kilogramm an Brot und Backwaren jährlich. Jedes Jahr wird ein Brot des Jahres gekürt. 2020 darf das Roggen-Vollkornbrot diesen ehrenwerten Titel tragen.

Alle Bäcker zum Botschafter des Brotes ernannt

Die Deutschen haben sogar zusätzlich zum Welttag des Brotes einen eigenen Ehrentag: Jeweils im Mai wird der Tag des Deutschen Brotes ausgerufen. In vielen Aktionen rund um das Brot feiert man die deutsche Brotkultur. Normalerweise wird dort jedes Jahr vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks ein neuer „Botschafter des Deutschen Brotes“ gekürt. In diesem Jahr ging dieser Titel ausnahmsweise an alle 6.500 Innungsbäcker des Landes als Anerkennung für deren Durchhalten.

Einbußen im Bäckerhandwerk wegen Corona-Krise

Denn wie für die meisten Menschen brachte die Corona-Krise schwere Zeiten für das Bäckerhandwerk. Die Branche hat hohe Einbußen zu verkraften. Der Zentralverband des deutschen Bäckerhandwerks geht in Deutschland von einem Umsatzrückgang von 13 Prozent aus, das sind mehr als 1 Milliarde Euro. Gerade am Anfang der Pandemie verzichteten viele auf den gewohnten täglichen Gang zum Bäcker. Bäckerei-Cafés mussten während des Shutdowns komplett schließen. Viele Menschen fingen damit an, ihr geliebtes Brot zuhause selbst zu backen. Trotzdem sicherten die Bäcker auch unter schwierigen Bedingungen ohne Unterlass die Grundversorgung, unterstützten mit Spendenaktionen soziale Einrichtungen, richteten Lieferdienste ein und brachten mit so manch witziger Back-Idee ihre Kunden in turbulenten Zeiten zum Schmunzeln.

Ausgefallene Brotsorten immer beliebter

Denn immer größer werdender Beliebtheit erfreuen sich sogenannte „Fancy-Brote“ mit ausgefallenen Zutaten und ungewöhnlichem Aussehen. So liegen in der Auslage bei den Bäckereien inzwischen immer buntere Brote, weil farbintensive Zutaten wie Kurkuma, Sepia-Tinte oder Blaubeeren verwendet werden. Auch Rhabarber, Tomaten, Oliven, Aprikosen oder sogar Blutwurst und essbare Blüten werden gern verbacken. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, solange es schmeckt.

Witzige Back-Ideen in Krisen-Zeiten

Fantasie über das Brot hinaus bewies auch der Bäcker Timo Kortüm aus Dortmund in Deutschland. Seine Bäckerei verlor in Corona-Zeiten einige wichtige Einnahmequellen. So wurden nicht wie sonst belegte Brötchen für Veranstaltungen geordert, auch für aufwendige Hochzeits- und Geburtstagstorten schwand der Bedarf erheblich. Der Dortmunder wurde kreativ und erfand die „Klopapier-Torte“. Das war eine Anspielung auf die Vorrats-Einkäufe in Deutschland. Denn in anderen Ländern füllten die Menschen ihre Vorratskammern mit haltbaren Konserven. In Deutschland hingegen waren im Frühjahr zu Beginn der Pandemie die Toilettenpapierrollen in den Supermarktregalen knapp geworden. Alle hatten Angst davor, dass ihnen zuhause im Shutdown das Toilettenpapier ausgehen würde.

Verkaufs-Hit: Toilettenpapier-Kuchen

Als nicht ganz ernst gemeinte Alternative für diesen Engpass stellte die Dortmunder Bäckerei Kuchen mit dem Aussehen einer einzelnen Klopapierrolle her. Basis ist ein kleiner Kuchen in der Form eines hochkant stehenden Zylinders, der etwa die Größe einer handelsüblichen Toilettenpapierrolle hat. Dabei handelt es sich um einen traditionellen Mamorkuchen. Dieser wird nun in mehreren Schichten ummantelt mit einem weißen Zuckerfondant. Selbstverständlich mit passendem Muster versehen, wie das echte Toilettenpapier eben auch. Die lustige Idee des Dortmunder Bäckers fand Nachahmer im ganzen Land. Solche Klopapier-Torten verkauften sich quasi wie geschnitten Brot… Auch in einigen Nachbarländern wie Polen wurden ähnliche Kuchen und Torten zum Verkaufsschlager. Wie schön, dass gerade Krisenzeiten immer auch wieder neue innovative Ideen hervorbringen. Und Humor ist sowieso eine gute Empfehlung für schwierige Zeiten…

 

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Cover: ©StockFood / Nicolai Buroh / 12371608

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