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Wie gestalte ich einen attraktiven Winter-Garten?

Gar traurig mutet oftmals der Blick in den eigenen Garten in der kalten Jahreszeit an: Trist und ungemütlich wirkt er meist; kahl und ohne nennenswerte Akzente. Das muss nicht sein. Mit unseren Gestaltungsideen zieht auch der Winter-Garten alle Blicke auf sich.

Struktur schaffen mit Gehölzen

Das Geheimnis für einen attraktiven winterlichen Garten liegt in seiner Struktur. Die kann man schaffen mit pflanzlichen wie auch mit baulichen Elementen. Besonders geeignet sind verschiedenste Gehölze. Im Sommer spenden sie uns erholsamen Schatten, im Winter lockern sie den Garten auf, verleihen ihm Struktur. Je nach Gartengröße bietet es sich an, einen Baum oder größeren Strauch zu pflanzen oder Hecken, die das Grundstück umsäumen. Gut macht es sich auch, wenn die Gehölze eine auffallend schöne Rinde haben. Sandbirke, Ahorn oder Hartriegel sind da echte Hingucker. Bäume und Sträucher mit besonderem Wuchs wie Korkenzieher-Hasel, Araukarie oder Fächer-Ahorn kommen frei stehend am besten zur Geltung.

Immergrüne Pflanzen gegen winterliche Tristesse

Immergrüne Pflanzen durchbrechen die Tristesse der laublosen Gewächse, strahlen Lebendigkeit aus. Das ganze Jahr über grün sind beispielsweise fast alle Nadelgehölze, Kirschlorbeer, Stechpalme, Rhododendron und Bambus. So strahlt buntblättriger Efeu an der Gartenmauer doch richtig Frohsinn aus im Gegensatz zu traurigem, abgetrocknetem Wildem Wein. Wenn der Garten dick unter einer weißen Schneedecke verborgen liegt, ist es wichtig, über Akzente zu verfügen. Immergrüne Beeteinfassungen, beispielsweise aus Buchsbaum, durchbrechen das weiße Einerlei. Bodendecker wie die Golderdbeere machen auch mit Schnee und Raureif bedeckt eine gute Figur.

Ziergräser und Stauden mit attraktivem Laub auswählen

Gefrorener Zweig von Berberis vulgaris (Berberitze) mit roten Beeren ©Friedrich Strauss

Überhaupt empfiehlt es sich, nicht alle Stauden zurückzuschneiden. So bilden sich beispielsweise auf der Fetthenne reizvolle Schneehauben. Lässt man den Sonnenhut stehen, wird er im Winter sehr gern von Distelfinken angeflogen, um die restlichen Samen herauszupicken. Viele Ziergräser und Stauden wirken auch im verwelkten Zustand sehr attraktiv. Mit unterschiedlichen Laubarten gelingt zusätzlich Abwechslung. Die lang haftenbleibenden Blätter der Buchenhecke mit ihrem warmen, rotbraunen Ton bringen sogar richtig Farbe in den winterlichen Garten. Ebenso Sträucher mit leuchtenden Beeren, beispielsweise verschiedene Rosenarten oder Zierapfelsorten.

Großer Auftritt für Formgehölze

Die großen, schmalen Halme des Pampasgrases verströmen besondere Eleganz. Blickfang schlechthin sind hier die silberweißen Rispen. Die Pflanze blüht im September, doch bei halbwegs günstigen Wetterbedingungen schmücken die Blütenstände den Garten noch über mehrere Monate. Auch die grünen, manchmal bunten Blätter machen aus dieser hohen Grasart eine wahre Schönheit. Lang und edel wiegen sie sich sanft und anmutig schon zur kleinsten Brise. So kommt Bewegung in den Garten. Wer noch eins draufsetzen will, kann mit größeren Formgehölzen wie Eibe oder Buchs so richtig Eindruck machen. In auffällige, geometrische Formen geschnitten, haben sie im Winter ihren großen Auftritt.

Winterblüher zeigen stolz ihre Blütenpracht

Typische Winterblüher vereint in dekorativen Körben: Christrose, Lenzrose, Krokusse und Schneeglöckchen blühen auch im Schnee ©Friedrich Strauss

Und, was viele ganz vergessen: Tatsächlich gibt es auch im Winter einige wenige tapfere Gesellen, die stolz ihre Blüten zur Schau tragen. Sträucher wie Zaubernuss oder Winter-Schneeball gehören zu den bekannteren Vertretern. Auch der Echte Jasmin entfaltet bei halbwegs milden Temperaturen gern so um Weihnachten herum seine gelbe Blütenpracht. Ein weiterer Weihnachtsbote ist die Christrose mit ihren schneeweißen Blüten. Im Februar schließen sich die robusten Lenzrosen an und die Vorfrühlings-Alpenveilchen mit ihren auffälligen pinkfarbenen Blüten.

 

Zwiebeln und Knollen schon im Herbst setzen

Noch mehr Farbe ins graue Wintereinerlei bringen die gelben Winterlinge. Und die beliebten Schneeglöckchen recken ihre Köpfchen ebenfalls schon im Januar und Februar in die Höhe, oftmals -und daher rührt der Name – sogar noch mit einem kleinen Schneehäubchen versehen. Sie leiten den Siegeszug der Frühblüher ein und damit die Gewissheit: Der Frühling naht – und mit ihm kehrt auch die Farbe in unseren Garten zurück. Tipp: Für blühende, spätwinterliche Frühjahrsboten sollten Sie schon im Herbst daran denken, Zwiebel- und Knollenpflanzen zu setzen. Zu ihnen gehören neben dem Schneeglöckchen und dem Krokus auch das Alpenveilchen.

Architektonische Elemente als Hingucker

Ist der Garten mit all diesen pflanzlichen Strukturelementen gut versorgt, kann ergänzend noch für architektonische Hingucker gesorgt werden, selbstverständlich abhängig von der jeweiligen Gartengröße. Eine hübsche Pergola, eine Gartenbank, kleine Skulpturen oder gar ein Pavillon werden zum faszinierenden Blickfang. Schnee und Raureif betonen die Konturen. Wohl platzierte Lampen und einfache Lichterketten um die kahlen Äste gewickelt, sorgen für romantische Stimmung. Und artgerechte Vogelfutterstationen in vielfältigen, attraktiven Design-Varianten erfreuen nicht nur das Auge, sondern bringen mit ihren tierischen Besuchern richtig Leben in die winterliche Ruhe. So verweilt der Blick wieder gern im idyllischen Winter-Garten.

 

Inspirierende Gestaltungs-Ideen für den winterlichen Garten

 

Eine Katze spaziert auf der Lehne einer Gartenbank im winterlichen Garten entlang. Die Bank ist liebevoll dekoriert mit einem Kranz aus Physalis, einer Weidenkugel und diversen attraktiven, getrockneten Zweigen. ©Friedrich Strauss

 

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